Premierminister François Fillon lehrt die Muslime den Islam

Artikel vom 29. Juni 2010 [Links aktualisiert]


Wer noch nicht genug hat vom islamisierten Frankreich, von Islamkonvertiten in der Fußballnationalmannschaft, von muslimischen Speisevorschriften in Schulen und Kindergärten, von durch Araber und arabischstämmige Franzosen gelenkte Palästinasolidarität, von polygamen Niqab-Trägerinnen, der befasse sich nun mit der angeblich laizistischen Politik der französischen Republik. Il n'en est rien, nichts davon, auch sie folgt dem Islam!

Premierminister François Fillon hält es für angebracht, und man kann davon ausgehen, daß er einen Auftrag des Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy ausführt, in Argenteuil, Val-d'Oise, einer Pariser Vorstadt, an der Einweihung der Al Ihsan, der größten Moschee Europas, aktiv teilzunehmen; aktiv heißt, er überbringt nicht nur Grüße und Wünsche seiner Regierung, sondern er belehrt die anwesenden Muslime, vom einfachen Gläubigen bis zum höchsten Muslimfunktionär, über ihre Religion: "L'islam de France, que vous vivez au quotidien n'a rien à voir avec cet extrémisme qui méprise votre adhésion pleine et entière au principe laïc et républicain de la France." Der Islam Frankreichs, den Sie täglich leben, der hat nichts zu tun mit dem Extremismus, der Ihr vollumfängliches Bekenntnis zum laizistischen und republikanischen Prinzip Frankreichs mißachtet, sagt er laut Midi Libre den staunenden Muslimen, die aber nicht im geringsten daran denken, laizistische und republikanische Regeln in ihren Gemeinschaften gelten zu lassen, und die auf dem Gelände neben Konferenzsälen auch eine Schule zum Erlernen von Arabisch und Koran einrichten, wo die Minderwertigkeit von Frauen und Kuffar, Nichtgläubigen, gelehrt wird.

In einem langen Kommuniqué wird die gesamte Rede an die Damen und Herren aller Welt zu lesen gegeben, auf dem Blog des Premierministers rangiert sie an exponierter Stelle. Die Muslime könnten ihrem Allah zur Zeit nicht dankbarer sein, man bringt es ihnen ins Haus, in die Moschee, sie brauchen nur abzuwarten. (1)

Frankreich ist über seine Islamisierung und die Arschkriecherei des Premierministers so stolz, daß es auch in englisch die frohe Botschaft in die Welt setzt. (2)

François Fillon hält seine Predigt in dem Ort, in dem der damalige Innenminister Nicolas Sarkozy im heißen Herbst 2005 einer Frau recht gibt, die von la racaille spricht und damit die von den französischen MSM als les jeunes, die Jugendlichen, verniedlichten muslimischen Vorstadtterroristen meint: "Débarrassez-nous de cette racaille !" Entledigen Sie uns dieses Abschaums. "Madame, la racaille du quartier, on va vous en débarrasser". Madam, dieses Abschaums des Quartiers, man wird sie dessen entledigen, verspricht der Minister. (3)

Le Parisien/Aujourd'hui hat nach fast fünf Jahren noch nicht begriffen, daß nicht Nicolas Sarkozy, sondern eine Frau aus dem Quartier den Begriff la racaille in die Diskussion wirft, und der Innenminister das nur aufnimmt. Dafür aber bekommt man die Zahl der Gläubigen genannt, die in die neue Moschee passen: 2 500, und wer alles noch dem Rufe des Muezzin folgt, der Rektor der Großen Moschee von Paris sowie Brice Hortefeux als Religionsminister und 800 weitere geladene Gäste. (4)

Einen Tag später gibt's von Aujourd'hui/Le Parisien neue Zahlen, da pressen sich angeblich 5 000 Gläubige in die Moschee, in die nur 1 000 Betende passen. Was aber sind schon Zahlen im Rausche der Begeisterung über die Islamisierung der Pariser Vororte. Argenteuil hat ca. 105 000  Einwohner, 28 000 davon sind Muslime. (5)

Die von Algerien gelenkten Muslime nennen endlich angemessene Flächen ihr eigen; denn allein danach werden die Stimmen im Conseil français du culte musulman (CFCM), im Muslimrat, gewichtet, es herrscht das, was im Ostblock als Tonnenideologie bezeichnet worden ist. Im Artikel Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet kann man Einzelheiten darüber lesen, und warum die ebenfalls von Algerien gelenkte Große Moschee von Paris so wenig Stimmen hat. (6)

Das wird nun auf einen Streich anders, und deshalb wird der Präsident des Moscheevereins Abdelkader Achebouche nicht müde, immer wieder das große Areal zu erwähnen: 8000 Quadratmeter. In Argenteuil ist ein Gebäudekomplex auf dem ehemaligen Renault-Gelände fertiggestellt worden, Al Ihsan Renault, an der Avenue de la Résistance, der Straße des Widerstandes, aber die Bezeichnungen muß man nicht ernst nehmen, in Perpignan gibt's ein Café de la paix, das mit Frieden nichts zu tun hat, sondern Kaffee ausschenkt und Banana Split verkauft.

Al Ihsan, die gute Tat, wird 1999 in Angriff genommen, das 8000 Quadratmeter große Gelände für umgerechnet 230 000 Euro gekauft. Die Kosten für Gelände und Bau sind angeblich allein durch die Gläubigen vor Ort aufgebracht worden, darauf besteht Abdelkader Achebouche, der Präsident der Association Al Ihsan: "Von der Größe der Fläche her ist das die größte Moschee Europas," ergänzt er voller Stolz. Wenn man die Rede des Premierministers liest, erfährt man, daß die Gemeinde Argenteuil das Projekt unterstützt hat, das aber wird in den zahlreichen Artikeln der französischen MSM kaum erwähnt. PCF-, UMP- und PS-Bürgermeister sind nacheinander für den Islam im Einsatz, bis 2001, bis 2008, ab 2008.

Es versteht sich, daß die ahnungslosen Regierungsmitglieder meinen, den Muslimen die Hand zu reichen, stattdessen werden sie zu deren Zwecken benutzt. Es wird ihnen ein schlechtes Gewissen eingeredet, wie man weiß, sind Muslime immer Opfer. Die notwendige Debatte über die nationale Identität - wo könnte sie deutlicher bewiesen werden als in dem Fiasko der Bleus in Südafrika? Für Le Parisien allerdings ist sie nichts als umstritten, und für die Muslime überflüssig. Gläubige Muslime werden niemals eine nationale Identität entwickeln, sie sind ihrer Familie, ihrem Clan und der Ummah verpflichtet. Ein ausgeprägtes Machtbewußtsein der Muslimfunktionäre, gepaart mit realistischer Einschätzung der Beschränktheit der Regierungsmitglieder, führt in ihren Internet-Auftritten zu solchen Überschriften wie der bei SaphirNews: Fillon bei der Wiedereroberung der Muslime. Man darf annehmen, daß der Premierminister sich darauf etwas einbildet, und die Muslime lachen sich schlapp; denn sie sind dabei die Kuffar zu erobern oder besser, über den Tisch zu ziehen. (7)

Angeblich geht es darum, die Muslimfunktionäre vom Gesetz gegen die Burqa zu überzeugen. Zwei Stunden seiner Zeit wendet der Premierminister nach Ansicht der MSM auf, den Muslimen um jeden Preis das Anti-Burqa-Gesetz zu verkaufen. Es wäre verhängnisvoll, sähe die französische Regierung das so. Wenn ja, wer sagt es den Politikern, daß die Muslimfunktionäre selbst weder Burqa noch Niqab im Straßenbild, erst recht nicht im Straßenverkehr wollen, sich aber nicht deutlich gegenüber den radikalen Burqa- und Niqab-Befürwortern positionieren, um Zwistigkeiten zu vermeiden. Schließlich verfügen radikale Muslime über Kontakte und Geldquellen, die man gern nutzen würde. Die Säcke aber sind für die Islamisierung der Gesellschaft kontraproduktiv. Sie bringen die Franzosen gegen den Islam auf und stoßen potentielle Konvertiten ab. Das Theater um den Polygamisten Liès Hebbadj, aus dem Vorort von Nantes, kann es nicht deutlicher zeigen. (8)

Die zwei Stunden sind nur die Spitze des Eisbergs; denn die Muslim-Lobby antichambriert seit langem beim Premierminister. Und da habe ich die Google.fr-Maschine angeworfen und Fillon "Gilad Shalit" eingegeben, den Namen des Premierministers und des von der Hamas seit vier Jahren verschleppten Franzosen. Es gibt nicht ein Ergebnis, das François Fillon mit dem Soldaten in Verbindung brächte, wohl aber ereifert er sich gegen Israel des Mordes von Dubai wegen, den er umgehend den Israelis anlastet, noch bevor die geringsten Indizien vorliegen. Israel wird der Tat verdächtigt, und der Premierminister verurteilt sie: Der Zorn gegen Israel läßt nicht nach in den Regierungssitzen des Westens. Der Hebräerstaat wird verdächtigt, vor einem Monat den Mord eines Palästinenserführers der Hamas in Auftrag gegeben zu haben, berichtet RTL. Wo verurteilt er den Mord? In Damaskus, bei Bashir al-Assad, da schlägt er mit der Faust auf den Tisch. (9)

Von Gilad Shalit ist dort nicht die Rede. Für ihn schlägt dieser höchste ausführende Beamte des Nicolas Sarkozy nicht mit der Faust auf den Tisch. Für ihn ketten sich keine Linken an die Gitter des Pariser Rathauses, wie seinerzeit für Christian Chesnot, Georges Malbrunot und Florence Aubenas. Israelis und Juden zählen weder bei den Linken noch bei der Regierung, sie zählen in Frankreich gar nicht, sie sind lästig. Sie halten neun Franzosen gefangen, die friedlich mit Hilfsgütern auf der Gaza Flottlille unterwegs sind. Von denen weiß François Fillon, daß sie alle harmlose Zivilisten sind, François Fillon fordert, François Fillon fordert von Israel ... (10)

Wie friedliebend die Franzosen der Flottille sind, beweist Thomas Sommer-Houdeville täglich neu in ganz Frankreich, der einzige von den Israelis verhaftete Franzose mit nicht-arabischem Namen. Er ist als Forscher des Institut français du Proche-Orient seit Oktober 2008 in Diensten der französischen Regierung. Drei Monate lang hat er in Griechenland das Schiff Sofia der Gaza-Flottille orgsanisiert. Weitere Einzelheiten über ihn kann man im Artikel Türkei. Insani Yardim Vakfi (IHH) und ihre "Friedensflottille" nachlesen. (11)

Vor einigen Tagen verbreitet er seine Lügen in Perpignan, gleich nach der Demo für das unveränderte Festhalten am Rentenalter von 60 Jahren, im Vorraum des Kinos Le Castillet, in dem zu Jom Kippur auch hohe jüdische Feiern stattfinden, Kol Nidre etc. L'Indépendant bringt einen begeisterten Artikel und ein Foto dieses Friedensfreundes, eines verschlagen blickenden Apparatschiks. (12)

Das sind die Franzosen, für die sich der Premierminister stark macht, und die Muslime lehrt er Islam.

29. Juni 2010

Quellen

(1) Communiqué. François Fillon inaugure la Mosquée Al Ihsan d'Argenteuil. 
Blog de François Fillon, 29 juin 2010 [nicht mehr online] 

(2) Prime Minister Fillon attends mosque opening. By France 24, 28 juin 2010

(3) Vorstadt-Intifada - "Allah Houakbar !" 5. November 2005 [im Orkus]

(4) François Fillon inaugure la mosquée d'Argenteuil. Par Grégory Plesse,

(5) Le geste fort de Fillon vers les musulmans. Par Olivier Beaumont, Aujourd'hui, 29 juin 2010, p. 6 [nicht online] 


(7) Argenteuil : Fillon à la reconquête des Musulmans. Le projet de loi anti-burqa bientôt examiné. Par Hanan Ben Rhouma, SaphirNews.com, 29 juin 2010


(9) Meurtre à Dubaï - François Fillon : "La France condamne l'assassinat".

(10) Raid: Fillon veut la libération des civils. Par AFP, Le Figaro, 1 juin 2010

(11) Türkei. Insani Yardim Vakfi (IHH) und ihre "Friedensflottille". 4. Juni 2010
[im Orkus]


(12) Flottille: six Français de retour à Paris fustigent l'assaut israélien