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Paul Abraham. Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände ...

Artikel, vom 12. Mai 2010 [Links aktualisiert]

Vom 11. September bis zum 30. Dezember 1998 ist im Berliner Zeughaus, Unter den Linden, die Sammlung Robert Dachs, Wien, ausgestellt. Es gibt dazu einen Katalog: Sag beim Abschied ..., nach dem gleichnamigen Walzerlied von Peter Kreuder. Sechs Seiten des Katalogs widmet Robert Dachs dem Komponisten Paul Abraham: (1)

Eines Nachts auf der Madison Avenue, in der Nähe des Broadways, wird ein sehr dünner Mann, unrasiert, aber mit eleganten schneeweißen Handschuhen, von Polizisten von der Straßenmitte weggeführt; er dirigiert, den Verkehr gefährdend, ein imaginäres Orchester. Sein Blick und seine Gestik wirken geistesverwirrt. Er wird in die Irrenabteilung des Bellevue-Hospitals gebracht. In seinem ungarischen Paß steht: Abrahám Pál. (2)

Musik & Entertainment 1903 - 1936

Ich war sicherlich nicht die einzige, die 1998 dreimal in der von Robert Dachs initiierten Ausstellung "Sag beim Abschied ....", im Berliner Zeughaus, Unter den Linden, war.

Unbeschreibliche Gefühle der Trauer und der Freude, beide gleichzeitig, wurden dort geweckt. Geschenkt wurden uns einmalige Eindrücke vom Wirken der großen jüdischen Künstler Deutschlands und Österreichs. Vorgestellt wurden Dichter, Schriftsteller, Schauspieler, Musiker, quer durch die Klassik und Unterhaltung. Tonaufnahmen erklangen aus den Kulissen, ein Wiener Caféhaus war aufgebaut. Fritz Grünbaum und Karl Farkas, "der Gescheite und der Blöde", brachten ihre Witzeleien aus dem echten Wiener Cabaret.