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Paul Abraham. Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände ...

Artikel, vom 12. Mai 2010 [Links aktualisiert]

Vom 11. September bis zum 30. Dezember 1998 ist im Berliner Zeughaus, Unter den Linden, die Sammlung Robert Dachs, Wien, ausgestellt. Es gibt dazu einen Katalog: Sag beim Abschied ..., nach dem gleichnamigen Walzerlied von Peter Kreuder. Sechs Seiten des Katalogs widmet Robert Dachs dem Komponisten Paul Abraham: (1)

Eines Nachts auf der Madison Avenue, in der Nähe des Broadways, wird ein sehr dünner Mann, unrasiert, aber mit eleganten schneeweißen Handschuhen, von Polizisten von der Straßenmitte weggeführt; er dirigiert, den Verkehr gefährdend, ein imaginäres Orchester. Sein Blick und seine Gestik wirken geistesverwirrt. Er wird in die Irrenabteilung des Bellevue-Hospitals gebracht. In seinem ungarischen Paß steht: Abrahám Pál. (2)

Algerien. Der 100. Jahrestag des Dekrets Crémieux. Dokumentation

Dokumentation, vom 24. November 2010. Neu aufgelegt zum 150. Jahrestag!

Das Jahr 1830 hat den Beginn der Eroberung Algeriens durch die französischen Truppen und den Einbruch Frankreichs in das Leben des algerischen Judaismus gekennzeichnet, der sich bald direkt auf die Geschichte dieser Nation aufgepfropft fand. Umgehend folgten dieser Aufpfropfung Erscheinungen des Abstoßens; aber wenn sie auch die fast vollständige Trennung der Juden von der früheren islamisch-osmanischen Umwelt brachte, führte sie nicht zu ihrer klaren Assimilation an die französische Wesenheit. Die Identität des algerischen Judaismus besteht aus drei vorherrschenden Elementen - jüdisch, algerisch und französisch - die, weit entfernt, einander auszuschließen oder sich zu widersprechen, trotz in jedem einzelnen zu erkennender Lückenhaftigkeit oder Unzulänglichkeit in eine Bewegung der gegenseitigen Wertschätzung einbezogen worden sind. (1)

Flavius Josephus. Abrechnung mit Dichtern und Demagogen

Dokumentation vom 26. Januar 2010 [Links nicht aktualisiert]

34. ... Auch Furcht sogar und Schreck, Tollwut und Betrug, ja die allerschlimmsten Leidenschaften haben jene Leute (die Griechen) dem Wesen und der Person von Göttern angedichtet. (1) Alsdann beredeten sie die Staaten, den gutartigeren unter ihnen Opfer darzubringen. (2) Daraus aber erwuchs den Bürgern die arge Verlegenheit, dass sie nur einen Teil der Götter für Spender des Guten halten konnten, während sie die anderen als Unheilbringer bezeichnen mussten. Die letzteren suchen sie sich deshalb wie die schlimmsten Menschen durch Gaben und Geschenke vom Halse zu halten, indem sie sich grossen Unheils von ihnen versehen, wenn sie ihnen den schuldigen Tribut nicht entrichten.

Flavius Josephus: Gegen Apion (Auszug)

Flavius Josephus: Über das hohe Alter des jüdischen Volkes
Gegen Apion (Auszug) [Links nicht aktualisiert]

22. ... Ausserdem bezeugt er (Hekataios), dass wir die Kriegszüge Alexanders und später die seiner Nachfolger mitgemacht haben. Ich will nur das anführen, was er von der That eines an dem Feldzuge beteiligten Juden berichtet und wovon er seiner Angabe gemäss selbst Augenzeuge war, nämlich folgendes: "Als ich ans Rote Meer reiste, befand sich in der jüdischen Reiterabteilung, die uns geleitete, auch ein mutiger und starker Mann mit Namen Mosollam (Meschullam), der bei Griechen wie Barbaren allgemein als der beste Bogenschütz anerkannt war. Als nun die ganze Schar auf der Strasse beisammen marschierte und ein Wahrsager, der den Flug der Vögel beobachten wollte, alles stillstehen hiess, fragte der Jude, weshalb man denn warte.